Forschung |
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Forschungsinitiative Psychoanalytische Psychotherapie
FIPP
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FREQUENZ |
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STRUKTUR |
1 SITZUNG PRO WOCHE |
2 SITZUNGEN PRO WOCHE |
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Niedriges-mässiges Strukturniveau |
N=15 |
N=15 |
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Mässiges-gutes Strukturniveau |
N=15 |
N=15 |
3) Stichprobe
In die Studie sollen 60 PatientInnen aufgenommen werden, die folgende Kriterien erfüllen:
Von der Aufnahme ausgeschlossen werden PatientInnen mit
4) Multiperspektivische, multimethodische Erfassung des therapeutischen
Prozesses
Es kommen sowohl quantitative als auch qualitative Methoden zum Einsatz,
um eine adäquate Rekonstruktion des therapeutischen Prozesses zu
gewährleisten und um reproduzierbare Zusammenhänge zwischen
Prozesscharakteristika und begleitenden Veränderungen der Affekt-
und Gedankenstrukturen der Patienten zu erfassen.
Während Veränderungen der Symptome relativ einfach und zuverlässig
mittels standardisierten Fragebögen werden können, bedarf die
präzise Erfassung des/r therapeutischen Prozesse(s), welche den Veränderungen
zugrunde liegen, einer Integration der Perspektiven beider Teilnehmer,
d.h. des/der PatientIn und des/der AnalytikerIn. Diese werden als komplementär
verstanden; sie reflektieren die Erfahrung und die Wahrnehmungen, die
Intentionen und Bewertungskriterien beider Teilnehmer im therapeutischen
Dialog. Als solche werden sie sehr wahrscheinlich häufig auch zu
verschiedenen Einschätzungen der Therapieereignisse führen,
wobei keiner/e der TeilnehmerInnen für sich beanspruchen kann, die
einzige objektive bzw. wahre Sichtweise zu haben. Wir werden daher sowohl
den/die PatientIn als auch den/die Therapeuten/in bitten, Angaben zum
aktuellen persönlichen Kontext und den aktuellen Symptomen zu machen
(siehe Tabelle
2 [als PDF-Dokument zu öffnen]).
Um eine zusätzliche Aussenperspektive des therapeutischen Szenarios
zu gewinnen werden spezifische wissenschaftliche Aufgaben an eine(n) externe(n)
ForscherIn delegiert. Diese(r) wird, basierend auf einem psychoanalytischen
Interview mit dem/ der PatientIn, den/die Ist Zustand und die Veränderungen
in Symptomatologie, Funktionsniveau und Persönlichkeitsstruktur dokumentieren.
Diese Evaluation erfolgt bei Eintritt, 6 und zwölf Monate nach Beginn
der Therapie. Die vom/von der externen ForscherIn durchgeführten
Interviews werden auf Video aufgenommen, um zusätzliche Ratings durch
externe Experten zu ermöglichen.
Es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass der/ die externe ForscherIn unter
keinen Umständen die Entwicklung des therapeutischen Prozesses selbst
mit dem/der PatientIn thematisieren darf, um zu vermeiden, dass der therapeutische
Prozess übermässig beeinflusst wird. Statt dessen wird er/sie
instruiert, sich auf die aktuelle Situation, d.h. die persönlichen
Probleme und Konflikte, die sozialen Beziehungen usw. des/der Patienten/in
zu konzentrieren. Die Einbindung eines/einer externen Forschers/In dient
als zusätzliche forschungstechnische Absicherung, d.h. um der vorherschenden
Kritik begegnen zu können, dass die Psychoanalyse sich selten mit
der Tatsache/Kritik befasst, dass das, was in der Therapie geschieht,
oft subjektiver Natur ist.
Prozessnotizen
Diese ermöglichen dem/der AnalytikerIn den therapeutischen Prozess aus einer Innenansicht zu beschreiben. Folgende Gesichtspunkte/ Aspekte sollen erfasst werden:
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Bedeutsame Stunden |
Symptomatik |
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Ereignis: konkret, szenisch |
aktuell bedeutsame Symptome |
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Analytischer Prozess/ Zusammenarbeit |
Therapeutische Techniken und Ziele |
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Beziehung |
Gegenübertragung |
Tabelle 3: Prozessnotizen
5) Zeitaufwand
Zeitaufwand für den/die AnalytikerIn
Das Ausfüllen der Fragebögen benötigt 90 Minuten alle drei
Monate während einem Jahr.
Die standardisierten Fragebögen nehmen vergleichsweise wenig Zeit
in Anspruch, für den BSS und den TAB werden im Schnitt 5 bis maximal
10 Minuten pro Fragebogen gerechnet. Für das Ausfüllen des PSKB
(Psychosozialkommunikativer Befund/ 9 Skalen mit insgesamt 95 Items) rechnen
wir mit ca.15-20 Minuten. Das bedeutet, dass im Schnitt 25-40 Minuten
für die standardisierten Fragebögen aufgewendet werden müsste.
Der grössere Teil der Zeit verbliebe für die Prozessnotizen.
Natürlich sind ausführlichere Darstellungen auch sehr willkommen.
Zeitaufwand für den/die PatientIn
ca. 75 Minuten alle drei Monate
Interviews: 90 Minuten alle halben Jahre für den Patienten
Zeitaufwand Organisation:
kein Zeitaufwand für den/die AnalytikerIn, lediglich Versand
der ausgefüllten Unterlagen an die Projektzentrale
Terminplanung für den PatientInnen, evtl. Anreise wird durch
die Studienzentrale übernommen
Voraussetzungen für die Teilnahme an der Studie und Schulung
Der/die AnalytikerIn muss die Ausbildungsstandards (EFPP) erfüllen
(siehe Ausbildungsrichtlinien)
Schulung BSS: Falls der/ die AnalytikerIn den BSS nicht kennt bzw. nicht erlernt hat, kann eine Schulung organisiert werden, die ca. 1-2 Stunden dauert.
6) Praktisches Vorgehen: Ich habe mich zur Teilnahme an der Studie entschieden, was nun?
Bei Therapieplanung ans Projekt denken. Therapieanmeldung bis
Ende 2004.
Vor Behandlungsbeginn: PatientIn wegen Teilnahme fragen. Falls
dieser einer Teilnahme zustimmt melden Sie den/die Patienten/in bei Forschungszentrale
an, welche die weitere Organisation übernimmt (Versand der Einverständniserklärung
und der Datenschutzinformation an AnalytikerIn und PatientIn, Versand
von Fragebögen, Organisation des Rückversands, Terminabsprache
mit PatientIn etc.)
7) Zeitpunkt der Anmeldung
Häufig braucht der/ die AnalytikerIn zu Beginn der Behandlung mehrere Sitzungen, um eine Entscheidungsgrundlage für die Rahmenbedingungen der Therapie zu fällen (Häufigkeit der Sitzungen, Kontakt mit dem/der Therapeuten/in ausserhalb der Sprechstunde etc.). Dies wird auch im Rahmen der Studie berücksichtigt. Der/ die AnalytikerIn soll genügend Zeit haben (bis 15 Sitzungen), um diese Entscheidungsgrundlagen zu erarbeiten und den/ die Patienten/in über eine mögliche Teilnahme an der Studie zu informieren.
Wir hoffen, dass wir Ihnen das Projekt in dieser Synopsis näher bringen und Sie dafür interessieren konnten. Das Projekt ist wie bereits zu Beginn erwähnt praxisnah geplant und kann damit wesentlich zur Ausleuchtung/Analyse in therapeutischer Prozesse im ambulanten Setting beitragen. Gerne erwarten wir Ihre Anmeldung und stehen Ihnen für weitere Fragen zur Verfügung.
Anmeldung:
Frau Knauss: christine.knauss@pukbasel.ch
Tel. Mo u. Di 061/272 63 46
Frau Schneider: ruth.schneider@pukbasel.ch
Tel. O76/577 87 80
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